Übermorgenmacher 2012

Anlässlich des 60. jährigen Jubiläums Baden-Württembergs hat der Südwestrundfunk (SWR) in Zusammenarbeit mit dem Staatsministerium den Preis "Die Übermorgenmacher" verliehen. Zitat: "Wir haben 60 Frauen und Männer aus Baden-Württemberg gesucht und gefunden, die mit ihren Ideen, Projekten und Visionen die Zukunft unseres Landes gestalten: Menschen, die heute schon an übermorgen denken – die Übermorgenmacherinnen und Übermorgenmacher."

Bild der Preisverleihung
Übermorgenmacherin Britta Schade bei der Preisverleihung im ZsL

Das schreibt die Jury über die Gewinnerin:

"Bunte Vielfalt in der Kunst - für ALLE

Britta Schade arbeitet als Psychologin im ABS-Zentrum Selbstbestimmt Leben e.V. in Stuttgart, einer unabhängigen Beratungsstelle von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung bzw. deren Angehörige.

Ziel dieses Projekts, welches unter anderem von Aktion Mensch unterstützt wird, ist es, in Stuttgart ein Netzwerk aufzubauen, in dem Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung gemeinsam Kunst gestalten können und in dem es allen Menschen ermöglicht wird, an Kunst teilzuhaben – als Zuschauer und als Kunstschaffende.

Denn gerade der künstlerische Ausdruck stellt eine wunderbare Möglichkeit dar, wie alle Menschen sich entfalten und wie Talente entdeckt und gefördert werden können. Wenn „behinderte“ Menschen die Möglichkeit bekommen, zusammen mit den sogenannten unbehinderten Menschen sich und ihre jeweilige Kunst zu zeigen, wird dies die Menschen herausfordern „Behinderung anders zu denken" und ein neues - anderes - Bild zu finden.

Der erste Schritt besteht darin, in Kooperation mit Kulturbetrieben bzw. den dort arbeitenden Menschen herauszufinden, wie und wo Menschen mit Behinderung schon jetzt an Kunst und Kultur teilhaben können. In einem weiteren Schritt soll dann nach neuen Möglichkeiten der Teilhabe gesucht werden. Es sollen gemeinsame Theater- und Tanzprojekte, aber auch Projekte im bildnerischen Bereich geschaffen werden.

Ausblick / Perspektive

Aus dem gemeinsamen Netzwerk soll ein inklusives Projekt in den Bereichen Freizeit, (Aus)bildung und Kunst entstehen. Angedacht ist eine Vernetzung von Theater, Orchester und Schulen. Ziel soll sein, dass alle Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam am Prozess des Kunst-Schaffens und den anschließenden Aufführungen oder Ausstellungen beteiligt sind.

Es soll erreicht werden, dass alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, im kulturschaffenden Bereich - sowohl als Konsument wie auch als Kunstschaffender - in Ausbildung, mit einem Arbeitsvertrag, auf der Bühne, hinter der Bühne - in allen Bereichen - teilhaben können."